Lernen Sie, Ihre Woll- und Kaschmirpullover sicher zu Hause zu waschen. Verwenden Sie mildes Shampoo, kaltes Wasser und trocknen Sie sie richtig. Vermeiden Sie Hitze, gehen Sie vorsichtig mit Flecken und Pilling um und bewahren Sie sie gefaltet in atmungsaktiven Beuteln auf. Mit den richtigen Maßnahmen schützen Sie empfindliche Fasern und verlängern die Lebensdauer Ihres Pullovers.
Wie die meisten Menschen trauen Sie sich wahrscheinlich nicht, Pullover zu Hause zu waschen. Vielleicht ist Ihr Lieblingspullover im Trockner eingelaufen und Sie vermeiden es nun, ihn zu waschen. Aber gute Nachrichten: Mit ein wenig Sorgfalt und den richtigen Schritten können Sie Ihre Pullover sicher zu Hause waschen.
Wolle und Kaschmir gehören zur selben Familie und werden für Kleidung, Stoffe und Garne verwendet. Da sie von Tieren stammen, benötigen sie besondere Pflege. Schafwolle, Alpaka, Mohair, Lammwolle, Merinowolle oder Kamelhaar – sie alle benötigen eine schonende Wäsche.
Und ja, auch wenn Sie ihn nur einmal getragen haben, ist es wichtig, Ihren Woll- oder Kaschmirpullover zu waschen. Motten und andere Schädlinge lieben Naturfasern. Sie werden von Körperölen, Lotionen und Parfümresten angezogen.
Schritt 1: Pullover vor dem Waschen vorbereiten
Leeren Sie die Taschen und legen Sie Gürtel oder Schmuck ab, die am Stoff ziehen könnten. Schließen Sie Reißverschlüsse und Knöpfe, um die Form zu erhalten und Falten zu vermeiden.
Wenn Sie vor dem Waschen einen Fleck entdecken, tragen Sie einen milden Fleckenentferner auf und reiben Sie ihn mit Ihren Fingern oder einer weichen Bürste ein. Gehen Sie dabei behutsam vor und vermeiden Sie starkes Schrubben.

Schritt 2: Mit Wasser füllen & Woll- und Kaschmirshampoo hinzufügen
Nehmen Sie ein sauberes Waschbecken oder Ihre Badewanne und füllen Sie es mit kaltem oder lauwarmem Wasser – niemals mit heißem! Wolle ist sehr temperaturempfindlich und kann in heißem Wasser einlaufen. Geben Sie zwei Verschlusskappensanftes Woll-Kaschmir-Shampoo

Schritt 3: Sanft schwenken und einweichen
Legen Sie Ihren Pullover ins Wasser und schwenken Sie das Wasser etwa 30 Sekunden lang vorsichtig. Bewegen Sie sich im Wasser, berühren Sie den Pullover aber nicht zu fest. Denn zu starkes Reiben kann dazu führen, dass Ihr Pullover gedehnt oder verfilzt wird und nicht mehr zu retten ist. Weichen Sie ihn vorsichtig ein – 10 Minuten genügen.

Schritt 4: Gründlich ausspülen
Schütten Sie das trübe Wasser aus. Beobachten Sie, wie es wegwirbelt. Spülen Sie Ihren Pullover nun unter klarem, kaltem Wasser aus. Lassen Sie Ihre Hände über den Strick gleiten. Machen Sie weiter, bis die Blasen verschwinden – sanft, langsam, weg. Stellen Sie sicher, dass keine Waschmittelrückstände in den Fasern zurückbleiben.

Schritt 5: Überschüssiges Wasser vorsichtig herausdrücken
Verdrehen oder wringen Sie es niemals – das führt schnell zu einer unförmigen Verformung. Sobald es sich feucht und nicht mehr klatschnass anfühlt, legen Sie es flach auf ein sauberes, trockenes Handtuch und formen Sie es mit Ihren Händen neu.
Rollen Sie den Pullover stattdessen zu einem weichen Bündel zusammen und drücken Sie es leicht an. Mit anderen Worten: Falten Sie das Handtuch über den Pullover, sodass er eingefasst ist, und rollen Sie es dann wie eine Biskuitrolle auf. Dadurch wird noch mehr Wasser aufgesaugt.

Schritt 6: Mit einem Handtuch trocknen und flach an der Luft trocknen
Legen Sie es vorsichtig auf ein frisches, trockenes Handtuch. Glätten Sie es, formen Sie es sanft und überlassen Sie der Luft den Rest. Keine Hitze. Keine Eile. Nur Geduld.
Trocknen Sie Woll- und Kaschmirpullover immer liegend – niemals im Trockner! Halten Sie Ihren Pullover von direkter Sonneneinstrahlung und großer Hitze fern. Zu viel Hitze kann ihn verblassen, einlaufen oder vergilben lassen. Die Hitze beschädigt den Pullover, und sobald das passiert, ist er kaum noch zu reparieren.

Schritt 7: Pullover richtig aufbewahren
StetsfaltenHängen Sie Ihre Pullover niemals auf. Durch das Aufhängen dehnt sich Ihr Pullover und es bilden sich hässliche Beulen an den Schultern, die seine Form zerstören. Falten Sie Ihre Pullover und legen Sie sie in atmungsaktive Baumwoll- oder Stoffbeutel. Diese halten Motten fern und lassen Feuchtigkeit entweichen.
Verwenden Sie keine Plastikbehälter für die Langzeitlagerung – sie fangen Feuchtigkeit ein und verursachen Schimmel und Ungeziefer. Wickeln Sie Ihre Pullover vorsichtig in weiches, säurefreies Seidenpapier ein. Fügen Sie ein paar Silicagel-Päckchen hinzu, um die verbleibende Feuchtigkeit aufzusaugen. So schenken Sie Ihren Pullovern ein atmungsaktives, gemütliches kleines Zuhause.

So entfernen Sie Flecken, Falten und Pilling
Leichte Merino- oder Kaschmirstoffe können nach dem Trocknen Falten aufweisen. Drehen Sie Ihren Pullover auf links. Legen Sie ein sauberes Tuch darauf. Gleiten Sie dann mit einem Bügeleisen mit niedriger Dampfeinstellung sanft darüber – wie ein sanfter Hauch von Wärme, der jede Falte glättet. Bügeln Sie eine Stelle nicht länger als 10 Sekunden. Und lassen Sie das Tuch niemals aus. Direkte Hitze kann zu Faserschäden, Bügelspuren, Wasserflecken oder glänzenden Stellen führen.
Lassen Sie mich den Grund erklären. Wolle reagiert empfindlich auf Hitze. Selbst bei niedrigen Temperaturen kann das Bügeleisen schaden. Es kann die Wolle vergilben, die Fasern versteifen oder starke Verbrennungen hinterlassen. Strickpullover sind besonders empfindlich – ein zu fester Druck glättet die Textur oder hinterlässt einen hässlichen Fleck. Dampfbügeleisen können außerdem Wasser abgeben oder glänzende Flecken auf der Wolloberfläche hinterlassen.
Haben Sie schon einmal kleine Knötchen auf Ihrem Pullover gesehen, wo er am meisten reibt, zum Beispiel unter den Armen oder an den Seiten? Diese sogenannten Pillen sind zwar lästig, lassen sich aber ganz einfach entfernen!
So geht's:
Legen Sie den Pullover zunächst flach auf eine harte Oberfläche, beispielsweise einen Tisch.
Zweitens: Verwenden Sie einen PulloverKammoder einen Fusselrasierer wie diesen. Halten Sie Ihren Pullover vorsichtig mit einer Hand fest. Mit der anderen gleiten Sie langsam mit dem Kamm über die kleinen Knötchen. Bürsten Sie sie vorsichtig weg – wie kleine Wölkchen vom klaren Himmel. Keine Eile, lassen Sie sich Zeit. Wiederholen Sie den Vorgang an allen Stellen, an denen Knötchen sichtbar sind.

Und das war’s – Ihr Pullover sieht wieder frisch und neu aus!
Wann Sie Ihren Pullover zu einem Fachmann bringen sollten
Sie fragen sich, welche Pullover Sie bedenkenlos zu Hause waschen können? Ich wasche empfindliche Kleidungsstücke grundsätzlich mit der Hand – besonders die, die ich liebe und gut pflegen möchte. Auch Naturstoffe wie Baumwolle und Leinen sind in der Regel unbedenklich. Hartes Wasser kann empfindliche Stoffe strapazieren. Wählen Sie weiches Wasser, um die Textilien schonend zu waschen und ihr optimales Aussehen zu erhalten. So verhindern Sie Rückstände.
Aber wenn Ihr Pullover hat:
Große, tiefsitzende Flecken
Aufwendige Perlenstickereien oder Verzierungen
Ein starker Geruch, der nach dem Waschen nicht verschwindet
… bringen Sie es am besten zu einer professionellen Reinigung. Dort gibt es die nötigen Werkzeuge und das Fachwissen, um es gründlich zu reinigen, ohne es zu beschädigen.
Mit diesen Schritten und Hinweisen können Sie Ihre Woll- und Kaschmirpullover ganz einfach waschen und pflegen. Sie sehen besser aus und halten länger. Sie sparen Geld und haben das gute Gefühl, dass Ihre Lieblingskleidung gut gepflegt ist.
Haben Sie Fragen? Wir sind jederzeit für Sie da. Sprechen Sie uns gerne an.
Informieren Sie sich hier über die Pflege Ihrer Woll- & Kaschmirteile (falls erforderlich):
Veröffentlichungszeit: 14. Juli 2025